Im aktuellen Magazin des Tagesanzeigers ist ein Artikel über Peter Stamm, den wir zum Kreis der Blogbibliothek-Autoren zählen dürfen, zu seinem neuen Roman “Sieben Jahre” erschienen.

[...] am Anfang war nicht das Wort. Stattdessen ein Gefühl. Der Schriftsteller arbeitet wie ein Trafo: Zunächst ist da der Abdruck eines Gefühls, das sich wie in einem Tagtraum an die Oberfläche seiner Erinnerung schiebt, dann versucht er, dafür die richtige Form zu finden.

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«Alle meine Bücher haben was mit mir zu tun; ich weiss nicht was, ist auch egal, aber ich schreibe nur das hinein, was ich weiss.»

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«Ich glaube, die meisten von uns leben in Situationen, die ihnen nicht ganz entsprechen, sind weniger selbstbestimmt, als sie sein wollen.»

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«Jeder Mensch hat doch etwas Immenses, und auch ein Buch ist ja im Grunde ein Wahnsystem.»

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«Da fiel mir die alte Geschichte ein vom Matrosen, der die silberne Teekanne des Kapitäns über Bord fallen lässt und dann zu ihm geht und fragt: ‹Ist etwas verloren, wenn man weiss, wo es ist?›»

Es gibt nicht DEN Weg, einen Text zu schreiben. Aber es gibt immer eine Aufrichtigkeit dem eigenen Denken und Fühlen gegenüber. Bevor man sich dessen nicht vergewissert hat, sollte man nicht zu schreiben beginnen. Und ist man so weit, so darf man umgekehrt den Mut haben, nicht so schnell wieder damit aufzuhören.

Ihr Thinkabout

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Sieben Jahre erscheint am 12. August im S.Fischer-Verlag Frankfurt.