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	<title>Logbuch zur Blogbibliothek &#187; Aufmerker</title>
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	<description>Begleitendes Blog für News, Kommentare und Diskussionen zum Portal</description>
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		<title>Blog-Artikel sind anders gut</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 07:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich tue ich genau dies, was ich mir für die Leser der Blogbibliothek in Zukunft wünsche: Ich lese mehr Blogs als zuvor. Und zwar mit Vergnügen.
Dabei beschäftigt mich eine Frage je länger je mehr, und sie lässt mich einigermassen aufgeregt werden:
Ich glaube, dass Blogs und deren Artikel eine eigene Schreibart offenbaren.
Die meisten Blogbeiträge werden eher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich tue ich genau dies, was ich mir <strong>für die Leser</strong> der <a href="http://blogbibliothek.ch">Blogbibliothek </a>in Zukunft wünsche: Ich lese mehr Blogs als zuvor. Und zwar mit Vergnügen.</p>
<p>Dabei beschäftigt mich eine Frage je länger je mehr, und sie lässt mich einigermassen aufgeregt werden:</p>
<p>Ich glaube, dass Blogs und deren Artikel eine eigene Schreibart offenbaren.</p>
<p>Die meisten Blogbeiträge werden eher spontan und rasch geschrieben und sind eher kurz. Man kann als Leser den Impuls noch greifen, der sie aufs Papier gebracht hat. Wenn die Liebe zum Blog mit einer Liebe fürs Schreiben einher geht, die den Blogger zu einer gewissen Achtsamkeit in seinem Schreiben mahnt, entsteht daraus gar nicht so selten ein Ergebnis, das in sich immer wieder die ähnlichen Merkmale trägt:<br />
Eine kleine Begebenheit wird in flüssiger Sprache so erzählt, als stünden Sie daneben. Das kann witzig sein, oder traurig, im Thema belanglos oder ergreifend, Small Talk auf Papier oder Reflexion auf Pergament. Ja, es kann auch die Beschreibung eines eben entdeckten Gadgets in einem Fachblog sein. Ein guter Blogartikel ist aber in jedem Fall ein Aufmerker, der uns da abholt, wo wir sind &#8211; bei unserer nur scheinbaren Aufmerksamkeit. Sein Charme liegt darin, dass wir dennoch innehalten und rasch hinhören, um dann tatsächlich aufmerksam zu Ende zu lesen. Wir stellen fest: Wir sind plötzlich, unverhofft, unterhalten worden oder zum Nachdenken eingeladen worden, und wir haben uns das gern gefallen lassen, sind in das Blog hinein gekippt.</p>
<p>Irgendwie weiss der Verfasser: Das ist nur ein Blogeintrag. Und doch wird er veröffentlicht. Das kann einem Text eine unkapriziöse Leichtigkeit geben, die ohne Pathos auskommt, nicht blenden will, weil dafür die Form und das Format eh zu wenig her gibt.<br />
Es gibt Blogger, die wissen, dass die Aufmerksamkeit des Lesers nicht erwartet werden darf, und die das zum Anlass nehmen, auch kurzen Notizen wirklich ihr Talent zu widmen und die Aufmerksamkeit, die ich mir auch für mein Lesen wünsche.</p>
<p>Wenn Blogger freudige und talentierte Erzähler sind, dann ist eine Menge Kurzweil von ihnen zu erwarten. Und wenn sie mehr davon erzählen mögen, was sie denken, so tun sie es in einer Weise, die mehr von dem erzählt, was sie umtreibt, als vom bemühten Versuch, zu zeigen, was sie so alles wissen und schon begriffen haben. Einem Tagebuch vertraut man auch nicht an, dass man selbst der Grösste sei. Sondern, was einen daran zweifeln lässt.</p>
<p>Dass dies in einem &#8220;öffentlichen Logbuch&#8221; gern vergessen und ins leidvolle Gegenteil verkehrt wird, ist freilich auch die grösste Gefahr für die Lesbarkeit so manches Beitrag</p>
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