Zum Beispiel André Marty
Wir haben, nein, sorry, korrekt muss es heissen: Das Schweizer Fernsehen hat einen Korrespondenten im Nahen Osten, der zur Zeit regelmässig in den Hauptnachrichten des Tages im Bild ist und vom Krieg in Gaza berichtet.
Ich kenne ihn schon länger. Denn André Marty bloggt auch schon länger. So haben wir uns von Zeit zu Zeit ausgetauscht, und immer wieder war ich erstaunt und berührt, wie viel Zeit er sich für diese “privaten” Aufzeichnungen und den Kontakt mit den Lesern genommen hat, ja, dass er auch an anderen Orten mitlas und kommentierte. André Marty versteht Blogs als Bindeglied und Kommunikationsmöglichkeit zu seinen Lesern, und er scheut sich nicht, darin auch seine ganz persönlichen Empfindungen offen zu legen, was uns einen ganz anderen Einblick in die Situation einer Krisenregion möglich macht, die wir doch alle im Grunde nur als verlorenen Landsteifen kennen, der in keiner Weise mehr greifbar ist.
Von Anfang an hat er sich für unser Projekt interessiert – und dass er in diesen hektischen Tagen Zeit fand, die formelle Anfrage zu beantworten, ob er denn jetzt auch tatsächlich Texte aus seinem Blog zur Veröffentlichung frei gebe, finde ich einfach grossartig. “Go for it”, hat er geschrieben.
Danke, André. Und “take care”.
Er steht wie ein Sinnbild für eines unserer Hauptziele: Wer in Blogs veröffentlicht, scheut sich nicht, greifbar zu werden. Wer umgekehrt zu schreiben beginnt, und auf diesem Weg die Chance bekommt, Kontakte zu Menschen mit mehr Erfahrung und anderem Hintergrund zu knüpfen, wird mit um so mehr Mut und Begeisterung weiter machen. Wir können alle Beispiele geben, und umgekehrt profitieren.
Und dabei auch menschlich wertvolle Begegnungen geschenkt bekommen.


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