Moritz Leuenberger: Ein Minister in der Blogbibliothek
Die Schweizer Bloggerszene ist schon länger erfreut darüber, dass ein amtierender Bundesrat mit einem eigenen Blog dazu beiträgt, dass diese Art der Veröffentlichung und Kommunikation bekannt und diskutiert wird.
Natürlich haben mittlerweile Politiker das Blog als Medium für Wahlkämpfe oder auch Regierungsarbeit entdeckt. Wenige, sehr wenige aber dürften es so sehr wie Bundesrat Leuenberger dazu nutzen, wirklich mit den Bürgern in Kontakt zu treten. Auf jeden Fall wirkt nicht nur das Bemühen dazu bei ihm sehr glaubhaft, nein, der Mann scheint richtiggehend Lust und Freude daran zu haben.
Darum ist für unsere Berücksichtigung des Blogs in unserer Bibliothek auch ganz bestimmt nicht seine politische Gesinnung wichtig – die teilen wir unter Umständen gar nicht. Aber darum geht es auch nicht.
Wichtig und schön ist hier was ganz anderes: Die Webmasterin des Departements von Bundesrat Leuenberger hat uns mitteilen lassen, dass Texte aus seinem Blog in der Blogbibliothek abgebildet werden dürfen. Damit wird ein weiteres Mal dazu beigetragen, dass dieses Medium “Blog” zu einem herrlich unverfälschten Mittel der Kommunikation in der direkten Demokratie werden kann: Denn zu ihr gehört der schnelle und unkomplizierte Kontakt mit jedem Einzelnen.
Dass ein Bundesrat dies schon sehr früh erkannte, beweist Bürgernähe – auch wenn er umgekehrt lange nicht wusste, dass in Einkaufswägelchen Geldstücke gesteckt werden müssen.


16. Juli 2009 um 01:49 Uhr
Ich merke gerade das ich diesen Blog deutlich öfter lesen sollte- da kommt man echt auf Ideen.
19. August 2009 um 10:25 Uhr
Die Beiträge von Moritz Leuenberger sind so elegant, dass ich keinen verpassen möchte…schaut doch mal rein.