Ganz bewusst wollen wir hier auf ein klassisches Bewertungssystem, wie man es an allen Orten in der Web 2.0 Welt finden kann, verzichten. Das heisst aber nicht, dass die Inhalte in unserem Portal wertfrei wären – im Gegenteil. Sie sind von unseren Scouts und durch uns sorgfältig ausgesucht. Es sind Perlen im grossen Dschungel der Blogs.

Die Texte stehen da und laden ein zum Lesen; vielleicht auch dazu, um noch mehr davon zu sehen. In unserer Bibliothek, in der es gemütlich und ruhig ist, vielleicht ab und zu einmal etwas lauter sein darf, dort, wo man Zeit findet, um zu Lesen, wo sich die Musse ausbreiten kann und man Lust verspürt, sich hinzusetzen und zu verweilen und sich zu vertiefen, dort sind Bewertungssysteme einfach zu simpel, zu oberflächlich, als dass sie wiedergeben könnten, welchen tatsächlichen Wert die Texte für die einzelnen Leser bedeuten.

Würden wir ein klassischen Bewertungssystem einführen, gäben wir den Mechanismus dieser Bibliothek, also die Funktionsweise, die Möglichkeiten zum Stöbern und Finden, aus der Hand und überliessen sie einem mitunter willkürlich wirkendem System. Das wollen wir nicht. Deswegen bilden wir nicht einmal die Anzahl Zugriffe auf die einzelnen Beiträge ab, weil das bereits eine sanfte Form der Bewertung darstellen würde.

Hingegen sind persönliche Bewertungen unumgänglich. Sonst liesse sich kein Wert finden. Diesen Ansatz wollen wir durchaus unterstützen und deswegen haben wir die Idee vom Flashfrog bezüglich der Favoriten sehr gerne aufgenommen. Auch wenn wir der Meinung sind, dass jene Favoriten nur unter bestimmten Umständen öffentlich zugänglich sein sollten, denn damit würden wir ja bereits wieder eine Grundlage zur Bewertung bieten.

Wichtig scheint mit, dass wir den Fokus der Grundidee nicht verlassen und dennoch offen für neue und andere Ideen sind. Wir verstehen uns als Enabler und nicht als Diabler. Darum nehmen wir jede Idee gerne auf und prüfen sie im Kontext unserer Philosophie. Und vielleicht prüfen wir dereinst auch unsere Philosophie. Nichts ist beständiger als der Wandel.